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Bleisäure

Im Bereich Bleisäurebatterien unterscheiden wir grundsätzlich zwei verschiedene Arten/ Technologien.

Geschlossene Bleisäurebatterien

Zu dieser Produktgruppe zählen die herkömmlichen Bleisäurebatterien, welche mit flüssigem Elektrolyt (verdünnte Schwelfsäure) arbeiten. Die Technologie ist seit über 100 Jahren im Einsatz und zählt auf Grund ihrer Zuverlässigkeit zu den meist eingesetzen Systemen weltweit. Dank der zu öffenenden Zellstopfen ist jederzeit das Messen des Ladezustandes möglich, d.h. der Zustand der Batterie kann jederzeit zuverlässig geprüft werden. Zusätzlich kann bei Bedarf destilliertes Wasser nachgefüllt werden, was die Lebensdauer im Vergleich zu verschlossenen Bleisäurebatterien wesentlich verlängern kann.

Verschlossene Bleisäurebatterien

Diese Produktgruppe unterteilt sich wiederum wie folgt:

AGM-Batterien - AGM steht für "Absorbed Glass Mat" bei der der Elektrolyt in einem Vlies aus Glasfaser gebunden ist. VRLA bedeutete "Valve Regulated Lead Acid" - ventilregulierte Bleisäure-Batterien. Bedingt durch die interne Konstruktion kann auch bei Beschädigung keine Säure auslaufen und die Batterie kann in jeder Lage (außer Kopfüber) betrieben werden. Bei dieser Technologie wird Wasser durch das spezielle Vlies und das Niederdruckventil kontinuierlich rekombiniert, so dass die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt und die Gasungsrate und Wartungsinterval auf ein Minimum reduziert wird. Weiterhin haben Batterien dieser Technologie gute Leistungswerte bei Hochstromanwendungen und sind relativ Temperaturunempflindlich. Sie sind ein guter Kompromiss zwischen Preis- Leistungsverhältnis, guten Leistungsdaten und Lebensdauer.

Gel-Batterien - Bei dieser Produktgruppe handelt es sich um verschlossene Bleisäurebatterien welche nach  IEC 60896-21&22 gefertigt und zertifiziert sind. In Blei-Gel-Batterien ist der Elektrolyt in Gelform festgesetzt. Dadurch arbeitet dieser Batterietyp lageunabhängig und wartungsfrei.
Vorteile der Blei-Gel-Batterie sind die höhere Lebensdauer, eine bessere Energieeffizienz durch weniger Spannungshub, sowie bessere Entladbarkeit bei Kälte und Wartungsfreiheit. Sie haben eine Plattenstärke von ca. 2 bis 2,4 mm. Gelbatterien sind auslaufsicher und besitzen zudem eine lange Lagerfähigkeit. Die Gelbatterie ist zyklenfest im Lade-Entladebetrieb und gewährleistet auch bei mechanischen Beschädigungen eine Elektrolytdichtheit. Eine gelegentliche Tiefentladung zerstört diese Batterien nicht.